KAB St. Josef Hollage - Aus dem Glauben für eine gerechte Gesellschaft
veröffentlicht am 5. Mai 2015

Gut gefüllt war der Philipp-Neri-Saal, als wir unseren „neuen“ Bürgermeister Otto Steinkamp am Donnerstag, dem 5. Mai, zum Gesprächsabend unter dem Motto „Jetzt. Gemeinsam. Besser?“ begrüßen und ihn genau 125 Tage nach seinem Amtsantritt zu ersten Eindrücken, aktuellen Entwicklungen im Gemeindegebiet und Zukunftsperspektiven befragen konnten.

Nach der Eröffnung durch F.J. Strunk wies Steinkamp in einer ersten Stellungnahme darauf hin, dass das Motto seines Wahlkampfes gut gewählt gewesen sei und sein Erfolg gezeigt habe, worum es vielen Wallenhorstern gegangen sei und weiterhin gehe, nämlich um die große Sehnsucht nach einer konstruktiven und sachlich geführten Arbeit im Rat und unter den Fraktionen. Dies versuche er umzusetzen. So treffe er sich beispielsweise regelmäßig mit den Fraktionsvorsitzenden, um sie über die anstehenden Themen zu informieren; es sei ihm wichtig, trotz persönlicher Empfindlichkeiten, alle mitzunehmen und wir sollten sicher sein, er habe eine gute Ausdauer. Nach 4 Monaten im Amt könne er sagen, dass es ihm viel Spaß mache als Bürgermeister zu arbeiten, dass die Verwaltung supergut aufgestellt sei und er viele Unterstützer erlebe.

Bevor wir auf einzelne Themen bzw. Vorhaben und Projekte konkreter zu sprechen kamen, schickte Bürgermeister Steinkamp voraus, dass er keinen „7-Jahres-Plan“ aufgestellt habe (also ausschließlich für die Zeit seiner Amtszeit), sondern dass es nötig sei, auch perspektivisch darüber hinaus zu planen.

In einem ersten Block wurde dann der Bereich Wirtschaft und Gewerbegebiete angefragt. Steinkamp betonte, dass er den Standort „Schwarzer See“ für ein geeignetes Gewerbegebiet halte, er deutete großes Interesse von Gewerbetreibenden an und verwies auf Gespräche mit Landwirten und Kontakten mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Nach einem kurzen, aber eher vagen Ausblick auf das Arcadencenter, wo es abzuwarten gelte, nahm der öffentliche Personennahverkehr breiteren Raum in der Diskussion ein. Hier ist das neue Konzept noch nicht fertig, man sei noch in Verhandlungen mit den Stadtwerken. Die Gemeinde sei bereit, mehr Geld in die Hand zu nehmen, jedoch müsse das dann auch einem Großteil der Menschen zugute kommen. Es bestünde der Wunsch, das Gewerbegebiet anzuschließen, im Gegenzug müsse man künftig aber damit rechnen, dass Linien, die nicht so stark frequentiert würden (besonders in den Abendstunden), nicht mehr ohne Umstieg zu befahren seien. Hier wurde seitens der Teilnehmer noch mal die Situation von Hollage-Ost nachgefragt und der Vorschlag unterbreitet, zumindest im Stundentakt eine durchgängige Linie nach Osnabrück anzubieten. Steinkamp hoffte, alle Parteien ins Boot holen zu können, sah in der Fragestellung ÖPNV aber einige schon im Kommunalwahlkampf.

Noch zur Situation des geplanten Kreisels im Baugebiet „Wellmans Hügel“: Dieser werde wieder Gegenstand sein, wenn der zweite Teil des Baugebietes erschlossen sei.

Neben weiteren Anfragen war auch das Grundstück Töwerland Thema. Hier betonte der Bürgermeister, dass das Grundstück Sanierungsgebiet sei, die Gemeinde von daher keinen Einfluss auf den Preis habe, er aber zuversichtlich sei, das Grundstück gut vermarkten zu können.

Nach Auskünften zur Inklusion und der Situation der Schulen (Haupt- und Realschule) gab es abschließend noch Nachfragen zu den Energiewerken/ Gemeindewerken. Steinkamp empfahl, hier noch einmal nachzudenken, ob nicht auch ein Pachtmodell über die Gemeindewerke zum Tragen kommen könnte.

Durch das rege Frage- und Antwortspiel war der zeitlich gesetzte Rahmen viel zu schnell erreicht. Mit einem Dank an Bürgermeister Otto Steinkamp und einem Ausblick, solche Gespräche mit ihm und/oder auch anderen Politikern regelmäßig durchzuführen, ging ein informativer Abend zu Ende, nicht ohne dass Steinkamp dafür warb, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren und sich einzumischen (letztendlich erst mal egal, für welche Liste) – denn: „Gemeinsam geht es noch viel besser!“

Vielen Dank noch einmal, Herr Steinkamp, und allen Gästen für die engagierte Beteiligung.