KAB St. Josef Hollage - Aus dem Glauben für eine gerechte Gesellschaft
veröffentlicht am 27. August 2016

Morgens früh um 8 Uhr ging es ja noch mit den Temperaturen, als wir am Samstag, dem 27. August, nach Detmold zu unserer Tagesfahrt aufbrachen. Das größte Freilichtmuseum Deutschlands mit der Sonderausstellung „Scheiße sagt man nicht“ war unser Ziel. Aufgeteilt in zwei Gruppen erhielten wir am Vormittag einen Überblick über das 90 ha große Gelände mit seinen weit über 100 historischen Gebäuden und den zugehörigen Nutzflächen (Gärten, Äcker und Weideflächen). An Beispielen wie der Wassermühle, dem Osnabrücker oder Mindener Hof, dem Doppelheuerhaus, der Schule und Kappenwindmühle oder dem Paderborner Dorf wurden die landschaftlichen, zeitlichen, sozialen und bauhistorischen Unterschiede der Region deutlich. Schnell verging der Vormittag und schon wurden wir im Bistro Sauerland zum Mittagessen erwartet. Die Pause im schattigen Gebäude tat allen sichtlich gut, hatte der Wettergott mit Temperaturen von über 30° C doch wenig Erbarmen mit uns. Nach einigen Irritationen, aber schnellen Klärungsversuchen konnte die Fehlplanung des Hauses behoben werden und nach kurzer Zeit ließen wir uns Penne, Pizza und Salat schmecken.
Anschließend war Gelegenheit, sich auf eigene Faust noch einmal im Freilichtmuseum umzusehen und Häuser und Außengelände genauer zu betrachten. Auch der Besuch der Sonderausstellung durfte dabei nicht fehlen. Neben historischen Abortanlagen – oft außerhalb der Bauernhäuser – konnte man im Ausstellungsgebäude selbst Zimmerklosetts und vielfältige andere Objekte betrachten, die die Geschichte des „Stillen Örtchens“ und der Hygiene verdeutlichten. Es wurde ins Licht gerückt, was sonst eigentlich hinter verschlossenen Türen verbleibt. Einzelheiten können wir hier leider nicht wiedergeben.
Erschöpft, aber guter Dinge wurde gegen 17.15 Uhr der Heimweg angetreten. Ein Dank an Jens für die Vorbereitung der Tagestour und an Reinhard für die sichere Busfahrt.