KAB St. Josef Hollage - Aus dem Glauben für eine gerechte Gesellschaft
veröffentlicht am 11. Juni 2016

Ein gemeinsames Abendessen und das anschließende Spökenkieker-Gängsken durch Tecklenburg – das war das Programm eines anderen Familienkreises am Samstag, dem 11. Juni.

„Jägerschnitzel? Is drin! – Zigeunerschnitzel? Is drin! – Dicke Bohnen? Is drin! – Strammer Max? Is drin! – Stallbursche? Is drin!“ Gar nicht so einfach, die Bestellung von 10 Personen aufzunehmen, wenn man den Tag über schon auf einer Hochzeitsfeier bedienen musste. Dennoch kamen alle zu ihrem Recht. Das Abendessen war lecker, Bier und Kirschlikör (in diesen Genuss kamen allerdings nur ausgewählte Mitglieder unserer Runde) schmeckten ebenfalls und die Stimmung draußen an unseren Tischen war hervorragend. So und nicht anders kann man unser Abendessen beschreiben, bevor uns dann gut gestärkt Marielies Saatkamp zu einem Abendspaziergang der etwas anderen Art am Marktplatz in Tecklenburg erwartete. Zwei Stunden lotste uns die Autorin, die seit Jahren Sagen, Geschichten und Spökenkieker-Geschichten aus dem Tecklenburger Land sammelt, durch die Stadt, führte uns u.a. in die aus dem 16. Jahrhundert zu Verteidigungszwecken angelegte und durch die Preußen verschüttete Bastion, die erst im Jahr 1944 wiederentdeckt worden war und hoch zur Burg. Die „Weiße Frau“ haben wir nicht gesehen, allerdings war der Blick vom Wierturm (Münster ließ sich erkennen) wunderbar.
An allen Stellen erzählte unsere Stadtführerin von Spökenkiekerei, also von der Vorhersage unheimlicher und Angst machender Dinge wie schwerer Krankheit, Tod oder Krieg und verband sie mit historischen Fakten. Schnell verging die Zeit.

Eine kurze Einkehr in einem der gemütlichen Gasthäuser rundete den schönen Abend bei gutem Wetter ab.